EU-Insolvenz Vorteile

Vorteile der EU-Insolvenz in England

Die EU-Insolvenz ermöglicht die Entschuldung innerhalb von ca. 18 Monaten. Das bedeutet für Sie fünf Jahre Zeitersparnis im Vergleich zur deutschen Insolvenz. Doch auch aus zusätzlichen Gründen ist die EU-Insolvenz für Unternehmer äußerst vorteilhaft.

Auf dieser Web-Seite erhalten Sie erste Informationen zur Verbraucherinsolvenz für Deutsche in England oder Frankreich. Prüfen Sie anhand dieser Informationen, ob eine EU-Insolvenz für Sie in Frage kommt. Falls ja, berate ich Sie als nächsten Schritt gerne persönlich zum EU-Insolvenzrecht. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen telefonischen, oder besser: persönlichen Gesprächtermin mit meinem Sekretariat.

Was ist überhaupt eine EU-Insolvenz?

Die Integration der Mitgliedsstaaten in die Europäische Union hat einen Wettbewerb unter den nationalen Rechtsordnungen ausgelöst. EU-Bürger und Firmen nehmen das nationale Recht für sich in Anspruch, das die meisten Vorteile bringt. (= Forum Shopping).
Die nationalen Regeln zu Schuldenerlass und Restschuldbefreiung weichen stark voneinander ab. Während die deutsche Insolvenzordnung zu einer sechsjährigen Laufzeit zwingt, garantiert der englische Insolvency Act die Restschuldbefreiung spätestens nach 12 Monaten (=Early Discharge).

Auch in drei grenznahen Arrondissements in Frankreich ist eine schnelle Entschuldung aufgrund einer historischen Gesetzeslücke möglich. Wir empfehlen diesen Weg aber nur noch ausnahmsweise. Verständlich, dass sich immer mehr Deutsche für eine Entschuldung nach englischem Recht entscheiden. Bei richtiger Vorgehensweise ist dies völlig legal, aber deutsche Richter befürchten Kontrollverlust und halten massiv entgegen. Englische Gerichte entscheiden liberaler. Nach Versuchen, EU-Insolvenz Fälle zurückzudrängen und nach rechtswissenschaftlicher Diskussion, hat die englische Rechtsprechung inzwischen einige Präsenzfälle geschaffen, um eine EU-Insolvenz rechtssicher durchzuführen.

Die heutige Entscheidungspraxis der englischen Insolvenzgerichte zum Umgang mit deutschen Schuldnern wurde von mir entscheidend geprägt. Ich war an der Herbeiführung der wichtigsten Präsenzfälle (=Case Law) beteiligt.

Das Mandat

Ich berate Sie zum deutschem, englischem und europäischen Insolvenzrecht und schütze Ihre Interessen, während Sie das Verfahren vorbereiten, durchführen und später bei der Rückkehr nach Deutschland.

In England unterstützt Sie ein deutscher Anwalt, der bei englischen Gerichten zugelassen ist. Er wird insbesondere den Insolvenzantrag ausarbeiten und bei Gericht einreichen, sodass Ihr persönliches Erscheinen bei Gericht nicht erforderlich ist.
Ein Relocation-Service organisiert die Einrichtung des neuen Lebensmittelpunktes, damit Ihr Aufwand so gering wie möglich bleibt.


Vorteile auf einen Blick

  • 5 Jahre Zeitersparnis im Vergleich zur deutschen Insolvenz
  • keine Anfechtung von Vermögensverfügungen vor der Insolvenz
  • bei richtiger Vorgehensweise: keine Schufa-Einträge
  • Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung entfällt
  • ggf. Restschuldbefreiung von unerlaubten Handlungen
  • die in Deutschland übliche entwürdigende Insolvenzprozedur entfällt
  • Firmengründung im gesamten Commonwealth

Vier Tipps zur EU-Insolvenz:

1. Sorgen Sie für gültige Ausweispapiere.
Als allerersten Schritt müssen Sie sich um Ihre Ausweise kümmern. Überprüfen Sie beide Dokumente auf ihre Gültigkeit für mindestens zwei Jahre. Falls zu alt, bitte sofort verlängern. Sollten die Ausweise während der Laufzeit der EU-Insolvenz ablaufen, ist kein deutsches Meldeamt mehr für Sie zuständig. Sie müssten sich zum Konsulat in London oder Paris begeben, was ziemlich aufwändig ist.

Tipp: Der Reisepass muss mindestens zwei Jahre gültig sein. Nach Ihrem Umzug lassen Sie z.B. „London“ als Wohnort in Ihren Reisepass eintragen.

2. Wählen Sie das Land für die EU-Insolvenz, das für Sie besser geeignet ist.
Im Gegensatz zum französischen bietet Ihnen die englische Privatinsolvenz viele Vorteile. Das englische Insolvenzverfahren ist einfacher und der Aufwand, den Sie zum Nachweis Ihres Lebensmittelpunktes betreiben müssen, wird in Frankreich weitaus höher und teurer sein. Andererseits werden Sie in England nicht von jeder Schuld befreit. Haben Sie Schulden, für die in England keine Befreiung vorgesehen ist, entscheiden Sie sich für Frankreich.

Tipp: Beziehen Sie die jeweiligen Rechtsfolgen der Restschuldbefreiungs-Beschlüsse der verschiedenen Länder in Ihre strategischen Überlegungen ein.

3. Erst abmelden, nachdem Sie ein Konto besitzen.
Oft wird empfohlen, sich sofort aus Deutschland abzumelden, weil dann keine Vollstreckungen des Gerichtsvollziehers mehr möglich sind. Das ist falsch. Einerseits wird allein die Abmeldung aus Deutschland den Gerichtsvollzieher nicht abhalten gegen Sie zu vollstrecken. Dazu sind zusätzlich Maßnahmen erforderlich. Andererseits haben Sie sich den einfachsten Weg zum Erhalt eines Girokontos verbaut. Also bitte die richtige Reihenfolge einhalten. Der Abmeldung aus Deutschland kommt ohnehin nur eine untergeordnete Bedeutung zu.

Tipp: Lassen Sie in Deutschland weiterhin gegen sich vollstrecken, es sei denn, triftige Gründe sprechen dagegen.

4. Die Unterkunft in England muss angemessen sein.
Immer wieder gibt es Sparfüchse, die wahre Löcher als Wohnung anmieten, nur um Geld zu sparen. Oder sie lassen sich auf Agenturen ein, mit Scheinadressen oder Unterkünften, wo 10 und mehr Deutsche angemeldet sind. Das geht schief. Wenn Engländer eines nicht leiden können, dann ist es, sich von Deutschen an der Nase herumführen zu lassen. Darauf reagieren sie allergisch. Wenn Sie beispielsweise in London eine Bruchbude für 400 GBP anmieten, wird Ihnen kein Richter abkaufen, dass Sie als Deutscher dauerhaft dort leben. Ihr Insolvenzantrag wird abgelehnt oder das laufende Verfahren gar annulliert.

Tipp: Ihre Unterkunft und alles andere müssen stimmig sein.









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