Welche Forderungen sind bei der Insolvenz in England von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen?

Von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen sind genauso wie im deutschen Recht alle Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung – allerdings nur dann, wenn diese in England begangen wurden.

Genauso wie im deutschen Recht alle Forderungen aus unerlaubter Handlung wie zum Beispiel: Schadensersatz aufgrund Körperverletzung, Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung, Ordnungswidrigkeiten wegen Falschparkens.

[dropcap]Tip[/dropcap]Bei Unterhaltsrückständen steht die Erteilung der Restschuldbefreiung im Ermessen des Gerichts. Es ist eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich.

Der Ausschluss einer Schuld aufgrund vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung kommt erfahrungsgemäß aber nur in Betracht, wenn die unerlaubte Handlung in England begangen wurde. Forderungen, welche in Deutschland keine Chance auf Restschuldbefreiung haben, werden im englischen Insolvenzverfahren allzu ebenfalls getilgt.

Allerdings kann es sein, dass später in Deutschland der Gläubiger der Forderung aus unerlaubter Handlung ein Feststellungsverfahren bei Gericht anhängig macht, um die Nichtanerkennung der Restschuldbefreiung durchzusetzen. Hier gibt es noch wenig Erfahrung

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