Konto bei Insolvenz

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Lexikon: Konto bei Insolvenz

Zur Vorbereitung einer Insolvenz ist es besonders wichtig, dass Sie ein neues Gehaltskonto einrichten. Das Konto bei Insolvenz sollte gleich ein pfändungsgeschützes P-Konto sein. Befindet sich das derzeitige Gehaltskonto im Minus, ist ein neues Konto geradezu überlebenswichtig.

Mit dem neuen Konto vermeiden Sie zweierlei:

Kontopfändung: Weil das Konto neu ist und deswegen kein Gläubiger kennt, kann es vorläufig nicht gepfändet werden.

Totalverlust eines Monatseinkommens: Ist Ihr Gehaltskonto derzeit im Minus, wird die Bank das Konto schließen, sobald sie von der Insolvenz erfährt. Dann fehlt Ihnen ein Monatsgehalt. Die Freigabe ist nicht gerichtlich erzwingbar, weil die Bank Ihr Gehalt mit den Schulden verrechnen darf.

Eröffnen Sie deswegen ein Guthabenkonto bei einer neuen Bank. Die alte Bank behandeln Sie nun als Gläubiger und heften den Vorgang in den Gläubiger-Ringbuchordner ein.

Haben Sie negative Schufa-Einträge, war es zumindest früher sehr schwierig, an ein neues Konto zu kommen.

Das ist seit dem 1. Juli 2010 mit Einführung des P-Kontos (Pfändungsschutzkonto) nun hoffentlich besser geworden.

P-Konto bedeutet: Jedermann kann sein Konto ab sofort in ein pfändungsgeschütztes Konto umwandeln lassen. Damit kann man das Kontoguthaben nicht mehr vollständig pfänden, sondern nur noch bis zur jeweiligen Pfändungsgrenze.

Die Mindest-Pfändungsgrenze beträgt 990 EUR. Also kann von einem P-Konto nur das Gutahben über 990 EUR gepfändet werden. Falls Sie Unterhaltspflichten haben, ist diese Pfändungsgrenze entsprechend höher.

Trotz Einführung des P-Kontos empfehle ich Ihnen zur Vorbereitung einer Insolvenz ein neues Konto bei einer neuen Bank einrichten zu lassen. Sicher ist sicher und dopelt genähnt hält bekanntlich besser. Das neue Konto sollte dann gleich ein P-Konto sein.

Falls Sie bei der alten Bank Schulden haben, zum Beispiel weil der Dispo überzogen ist, werden Sie bei dieser alten Bank ohnehin kein P-Konto bekommen und nach wie vor besteht die Gefahr, dass die Bank die Schulden mit Ihrem P-Konto verrechnet.

Sobald das neue Konto eingerichtet ist, lassen Sie Ihr Einkommen dorthin überweisen. Ändern Sie außerdem alle wichtigen Zahlungen, wie Miete, Telefon, usw. Das neue Konto keinesfalls den alten Gläubigern verraten. Also auch nichts überweisen.

Das neue Konto bleibt natürlich nur bis zum nächsten Offenbarungseid unentdeckt. Aber das dauert ein Weilchen und bis dahin sind Sie längst in der Verbraucherinsolvenz.

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