Kontosperrung bei Privatinsolvenz

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Lexikon: Kontosperrung bei Privatinsolvenz

Im Falle einer Kontosperrung bei Privatinsolvenz gehen Sie bitte zum Amtsgericht und dort zur Rechtsantragstelle. Beantragen Sie dort die Freigabe des Kontos.

Darauf hin erlässt das Gericht einen Beschluss, mit dem Sie zur Bank gehen können und das pfändungsfreie Einkommen abheben.

Allerdings ist der gerichtliche Freigabebeschluss nur eine Notlösung. Das Konto bleibt gesperrt, Überweisungen wie Mietzahlungen sind wegen der Kontosperrung nicht mehr möglich.

Eröffnen Sie deswegen so schnell wie möglich ein neues Konto. Hierzu gibt es seit dem 1.7.2010 das so genannte P-Konto (Pfändungsschutzkonto). Dieses Konto kann zwar auch noch gepfändet werden, aber nur bis zu einem bestimmten Guthaben, welches der monatlichen Pfändungsgrenze entspricht.

Nachdem Sie ein neues Konto eingerichtet haben, bleibt das Konto bis zum nächsten Offenbarungseid unentdeckt. Das heißt, das neue Konto wird zunächst einmal vor Pfändung verschont.

Bei einer Kontosperrung müssen Sie sich beeilen, denn zur Kontofreigabe haben Sie lediglich sieben Tage Zeit. Dann geht das Geld für immer an den Gläubiger.

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