Darf der Gerichtsvollzieher die Sachen des Mitbewohners pfänden?

Es gilt die gesetzliche Vermutung, dass alle Gegenstände in einer Wohnung dem Schuldner gehören – der Mitbewohner muss anhand Inventarliste und Kaufbelegen das Gegenteil beweisen – Aber: Pfändungsgrenzen von Einrichtungsgegenständen usw. sind sehr hoch. Eigentlich ja. Es gilt die gesetzliche Vermutung, dass Ihnen alle Gegenstände gehören, die sich in Ihrer Wohnung befinden. Dabei ist es egal, ob Sie die Wohnung alleine oder mit Ihrem Ehegatten / Lebensgefährten bewohnen.

Tip

Diese Vorschrift soll verhindern, dass Sie einfach sagen können: „Mir gehört gar nichts“, und der Gerichtsvollzieher muss wieder gehen. Allerdings ist diese gesetzliche Vermutung weniger schlimm, als auf den ersten Blick. Denn die gesetzlichen Pfändungsgrenzen für Einrichtungsgegenstände und Bekleidung sind derart hoch, dass eine Pfändung so gut wie nie stattfindet.

Allen Fernsehsendungen zum Trotz habe ich überhaupt noch nie erlebt, dass einem Mandanten etwas aus der Wohnung gepfändet wurde. Wenn Sie trotzdem auf Nummer sicher gehen wollen, dann sollten Sie eine Auflistung machen, mit den Gegenständen, die Ihnen gehören und denen Ihres Mitbewohners. Falls Einkaufbelege vorhanden sind, ist dies natürlich noch besser. Die Inventarliste und Belege können Sie dann dem Gerichtsvollzieher übergeben, dann wird er sich garantiert nicht an den Sachen Ihres Mitbewohners vergreifen.









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