Darf ich im Insolvenzverfahren einen Nebenjob ausüben?

Nebenjob während des Insolvenzverfahrens ist selbstverständlich erlaubt – Hierzu brauchen Sie keine Erlaubnis des Insolvenzverwalters, Sie müssen ihn aber schriftlich informieren, dass Sie einen neuen Job begonnen haben. Selbstverständlich dürfen Sie einen Nebenjob ausüben. Das hat mit der Restschuldbefreiung überhaupt nichts zu tun und hat keinerlei Auswirkung auf die spätere Erteilung der Restschuldbefreiung.

Es ist auch nicht erforderlich, dass Sie den Insolvenzverwalter vorher um Erlaubnis bitten, ob Sie den Job annehmen dürfen. In diese Entscheidung darf er sich nicht einmischen. Aber: Sobald Sie den Arbeitsvertrag unterschrieben haben, bzw. mit dem Nebenjob begonnen haben, teilen Sie dies dem Insolvenzverwalter schriftlich mit.

Tipp

Übersenden Sie ihm hierzu eine schriftliche Mitteilung und fügen Sie den Arbeitsvertrag am besten bei. Dann übersenden Sie ihm die monatlichen Gehaltsnachweise. Diese Aufgabe gehört zu Ihren Informationspflichten dem Insolvenzverwalter gegenüber, den Sie unbedingt nachkommen müssen.

Es gilt wie immer: Sie müssen den Insolvenzverwalter von sich aus informieren, wenn sich Veränderungen in Ihrer Einkommenssituation ergeben und wenn Sie umziehen. Ansonsten melden Sie sich immer nur, wenn der Insolvenzverwalter Sie anschreibt und irgendetwas von Ihnen haben will. Bevor Sie den Nebenjob beginnen, sollten Sie sich allerdings überlegen, ob sich der Job für Sie wegen der bestehenden Pfändungsgrenzen lohnt.

Es werden sämtliche Nettoeinkommen zusammengezählt. Anhand dem Gesamt-Nettoeinkommen wird dann der pfändbare Betrag errechnet, den Ihnen der Insolvenzverwalter wegnehmen wird.









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