Meine Einkünfte sind so gering, dass ich den Gläubigern nichts abgeben kann. Kann ich trotzdem Insolvenz beantragen?

Erteilung der Restschuldbefreiung auch nach masselosem Verfahren vorgesehen – bei masselosen Verfahren müssen am Schluss die Gerichtskosten zurückerstattet werden. Selbstverständlich. Sie können auch dann ein Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung beantragen, wenn Ihre Einkünfte unterhalb der Pfändungsgrenze liegen und die Gläubiger leer ausgehen. Dies nennt man ein „masseloses Verfahren“. Die meisten Verbraucherinsolvenzen sind masselos.

Die Folgen eines masselosen Verfahren sind, dass am Ende des sechsjähren Insolvenzverfahrens und Erteilung der Restschuldbefreiung Sie die Gerichtskosten zurückzahlen müssen. Die Gerichtskosten betragen ca. 2.200 EUR und können je nach Ihren Einkommensverhältnissen maximal binnen vier Jahren in kleinen Raten erstattet werden.

Tipp

Liegt Ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze, ist entsprechend Ihrer beruflichen Qulifikation aber ein höheres Einkommen angemessen, wird der Insolvenzverwalter Sie möglicherweise zur Arbeitssuche auffordern. Das ist sein Recht, dagegen können Sie nichts machen. Dann bewerben Sie sich eben regelmäßig und legen dem Insolvenzverwalter regelmäßig Ihre Bewerbungsschreiben vor.

Am besten schreiben Sie gleich in die Bewerbung, dass Sie sich im Insolvenzverfahren befinden und deswegen auf der Suche nach einem besser bezahlten Job sind. Das ist Ihr Recht und dagegen kann wiederum der Insolvenzverwalter nichts machen.









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