Wann hafte ich für die Schulden meiner Geschäftspartner, Freunde, Bekannten, Ehegatten?

Ehegatten usw. haften nicht automatisch, sondern nur für das, was sie eigenhändig unterschrieben haben – GbR-Mitglieder hingegen haften auf die volle Summe für alle Geschäfte im Namen der GbR. Sie haften nie automatisch, bloß weil Sie mit dem Schuldner in einem Haushalt leben oder mit ihm/ihr verheiratet oder verpartnert sind.

Eine Gütertrennung bei Ehegatten ist für den Haftungsausschluss nicht erforderlich. Die Gütertrennung ist nur sinnvoll, wenn das in der Ehe erworbene Vermögen bei dem Ehegatten bleiben soll, der es in die Ehe eingebracht hat oder während der Ehe verdient. Auf die Schulden des anderen Ehegatten hat eine Gütertrennung keine Auswirkung. Jeder haftet nur für das, was er unterschrieben hat. Es kann aber sein, dass der Ehegatte für die Gerichtskosten für das Insolvenzverfahren aufkommen muss.

Tipp

Vorsicht bei geschuldeter Einkommenssteuer. Normalerweise haftet jeder Ehegatte auf die volle Einkommenssteuer. Die Haftung kann ausgeschlossen werden, indem man beim Finanzamt die getrennte Veranlagung beantragt. Dies ist rückwirkend bis zu drei Jahren möglich.

Ein anderes Recht gilt, wenn der Schuldner sich mit Geschäftspartnern in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammengeschlossen hat. Geht ein GbR-Mitglied Verpflichtungen im Namen der GbR ein, dann haften alle Gesellschafter gemeinschaftlich und zwar jeder auf die volle Summe.

Bei größeren Verpflichtungen auf die GbR wie beispielsweise Darlehnsverträge oder Leasingverträge müssen in der Regel meist alle Gesellschafter unterschreiben, dann ist die Haftung ohnehin wieder eindeutig.









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