Welche Teile meines Vermögens darf ich vor der Insolvenz noch “retten”?

Sie dürfen zwar nichts retten, aber Sie dürfen Ihr Vermögen für den Lebensunterhalt aufbrauchen – d.h. monatlich ein bisschen davon zuschießen.

Zur Vorbereitung eines Insolvenzverfahrens werden Sie sicherlich überlegen, ob Sie etwaig noch vorhandenes Vermögen vor dem Insolvenzverfahren „retten“ dürfen.

Eigentlich dürfen Sie gar nichts retten, aber viele machen das und hoffen, dass man sie nicht erwischt. Das ist die eine Variante.

Sie dürfen Ihr Vermögen aber aufbrauchen und davon den Lebensunterhalt Ihrer Familie bestreiten.
Lösen Sie beispielsweise Ihre Lebensversicherung mit einem Rückkaufwert von 1.000 € auf, so wird man das tolerieren, wenn Sie von dem Geld Ihren Lebensunterhalt bestreiten.

[dropcap]Tip[/dropcap]Das heißt im Klartext, dass Sie bei einem Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze einen Betrag bis zur Pfändungsgrenze von Ihrem Ersparten zuschießen dürfen. (Ein bisschen drüber wird auch noch toleriert.)

Erhalten Sie während des Insolvenzverfahrens eine Erbschaft, sind Sie verpflichtet, die Hälfte an den Insolvenzverwalter abzugeben. Es kann Sie aber niemand daran hindern, die Erbschaft z. B. zu Gunsten Ihrer Geschwister auszuschlagen. Möglicherweise zeigen sich diese eines Tages erkenntlich.

Schenkungen welche Sie während der Wohlverhaltensperiode (beachte: nicht Insolvenzverfahren!) erhalten und die nicht im Zusammenhang mit einem künftigen Erbrechts stehen, dürfen Sie behalten.

Sollten Sie über vermögenswirksame Leistungen verfügen, so macht es wenig Sinn, wenn Sie darin noch weiter einzahlen. Darüber freut sich nur der Insolvenzverwalter. Besteht die vermögenswirksame Leistung allerdings aus einer Riester-Rente, brauchen Sie diese nicht aufzulösen. Eine Riester-Rente kann nicht vorzeitig aufgelöst und damit gepfändet werden.

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