Wie läuft eine Privatinsolvenz ab?

Das Insolvenzverfahren bietet Privatpersonen, Gewerbetreibenden und Freiberuflern eine gute Möglichkeit, ihre finanzielle Situation wieder in den Griff zu bekommen. Die Privatinsolvenz ist eine gute Möglichkeit zur Entschuldung.

Für die nächsten 6 Jahre bleibt das pfändungsfreie Einkommen, aber das ist zumeist mehr als Schuldnern nach Abzug aller Ratenzahlungen an die Gläubiger verbleibt.

Wie läuft eine Privatinsolvenz nun ab? Das Verfahren ist einfach. Zunächst muss sich der Betroffene auf zwei Folgen einstellen: Erstens verbleibt ihm für die nächsten sechs Jahre nur noch der pfändungsfreie Teil seines Einkommens und zweitens muss er das pfändbare Vermögen abgeben, das am Tag der Verfahrenseröffnung vorhanden ist.

Pfändbares Vermögen wäre beispielsweise eine Lebensversicherung, ein Sparguthaben oder aber auch das Auto (dazu später ausführlich mehr). Keinesfalls gehört eine normale Wohnungseinrichtung oder die Kleidung dazu. Die Lebensgrundlagen darf man Ihnen nicht wegnehmen.

[dropcap]Tip[/dropcap]Ansonsten werden die Schuldner in Ruhe gelassen. Die im Gesetz genannten „Obliegenheiten“ wie beispielsweise die „Pflicht“, jede Arbeit anzunehmen nur um ein möglichst hohes Einkommen für die Gläubiger zu erzielen, hat sich als nicht durchsetzbar erwiesen.

Als Folge des Insolvenzverfahrens müssen Sie für die nächsten 6 Jahre den pfändbaren Teil Ihres Einkommens an den Insolvenzverwalter abtreten.

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