Ab wann besteht für GmbH der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit?

Als GmbH, Ltd., AG – Geschäftsführer sind Sie nicht nur berechtigt, sondern Sie müssen einen Insolvenzantrag binnen drei Wochen nach eingetretener Zahlungsunfähigkeit einreichen. Unter welchen Bedingungen eine Zahlungsunfähigkeit besteht, ist im Gesetz nicht eindeutig geregelt und soll sich nach dem Einzelfall richten. Das heißt, der Richter entscheidet nach seinem Ermessen und von Fall zu Fall verschieden.

TIPP
Geschäftsführer sollten wegen der Willkür der Richter mit ihrer Einschätzung, ob Zahlungsunfähigkeit vorliegt, äußerst sorgfältig sein und ein paar „Reserven“ einbauen.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen setzt Zahlungsunfähigkeit immer voraus, dass der Gläubiger die Forderung tatsächlich verlangen kann. Die Forderung muss also fällig sein. Hat der Gläubiger einer Ratenzahlung zugestimmt, besteht nur noch Fälligkeit hinsichtlich der jeweils aktuellen Rate.

Zahlungsunfähigkeit liegt außerdem vor, wenn der Schuldner zur Erfüllung seiner Zahlungspflichten nicht mehr in der Lage ist. Die Überprüfung erfolgt, indem der Richter die liquiden Mittel und die fälligen Schulden gegenüberstellt. Überwiegen die fälligen Schulden, gilt das Unternehmen als zahlungsunfähig.

Liquide Mittel bedeutet z.B. nicht Grundstücke, sondern sofort verfügbares Geld. Ein Unternehmen kann also durchaus reich an Sachwerten, aber trotzdem zahlungsunfähig sein.

Einige Beispiele, welche auf Zahlungsunfähigkeit schließen lassen: Schließung des Geschäftslokals, Inanspruchnahme von Zahlungszielen, Lieferung nur gegen Vorauskasse, Pfändung, Nichtbezahlen von Sozialabgaben oder Steuern, Zahlungsrückstände bei Löhnen, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung.









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