Anfechtung von Zahlungen kurz vor Insolvenz?

Ich habe Geld von einer insolventen Person erhalten. Muss ich dieses nach Anfechtung an den Insolvenzverwalter erstatten?

Leistet eine insolvente Person oder Unternehmen vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch Zahlungen, darf der Insolvenzverwalter diese anfechten. Als Folge muss derjenige, der die Zahlung erhalten hat, den Betrag an den Insolvenzverwalter zurück erstatten.

Derartige Zahlungen können je nach Schwere der dadurch eingetretenen Benachteiligung der anderen Gläubiger bis zu zwei Jahre rückwirkend angefochten werden.

[dropcap]Tip[/dropcap]Allerdings muss hierzu ein Anfechtungsgrund vorliegen. Dieser liegt vor, wenn die Zahlung andere Gläubiger benachteiligt und somit eine Verkürzung der Insolvenzmasse eingetreten ist.

Bei dem “Anfechtungsgrund” handelt es sich um einen sehr komplizierten und schwammigen Rechtsbegriff, dessen Definition seitenweise die Gesetzesbücher füllt.

Beispielsweise liegt eine Gläubigerbenachteiligung und damit Anfechtungsgrund auch schon dann vor, wenn der Unternehmer die Sozialabgaben nicht mehr innerhalb der vorgeschriebenen Frist leistet.

Erfreulicherweise kommen Anfechtungen fast nur in Regelinsolvenzverfahren vor und nicht in Verbraucherinsolvenzen. Im Regelinsolvenzverfahren überprüft der Insolvenzverwalter von Amts wegen, ob Anfechtungsgründe vorliegen, in der Verbraucherinsolvenz nicht.

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