Warum vor der Insolvenz eine Auffanggesellschaft gründen?

Falls Sie Unternehmer sind und darüber nachdenken müssen, wie es mit Ihrer Unternehmung weitergeht, empfehle ich als Lösung die Gründung einer Auffanggesellschaft. Der Erhalt der Selbständigkeit ist für viele Unternehmer elementar wichtig. Oft haben sie gar keine andere Wahl, als in dem bekannten Fachbereich selbstständig zu bleiben. Nur dort besitzt der Unternehmer die notwendigen Auftraggeber-Kontakte und Know-how.

TIPP
In dieser Situation stehen dem Unternehmer zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

Entweder er lässt alles so wie es ist und geht mit laufendem Gewerbebetrieb in das Insolvenzverfahren.
Oder er gibt das Gewerbe auf, lässt sich von einer neu zu gründenden Auffanggesellschaft anstellen und beantragt das Insolvenzverfahren als Arbeitnehmer.

Die erste Variante kann ohne weiteres glatt verlaufen – oder katastrophal. Das hängt ausschließlich von der Person des Insolvenzverwalters ab. Wer Glück hat, bekommt einen verständnisvollen Insolvenzverwalter, der seinem gesetzlichen Auftrag zum Erhalt der Betriebseinheit tatsächlich nachkommt.

Die Mehrzahl der Insolvenzverwalter bevorzugt allerdings einen bequemeren Weg, in dem der Betrieb des insolventen Unternehmers kurzerhand geschlossen die gesamte Geschäftseinrichtung weggenommen wird. Dann steht der Unternehmer vor dem Nichts.

Die zweite Variante umgeht dieses Risiko: Der Unternehmer beendet das Gewerbe selbst noch vor dem Insolvenzverfahren. Parallel dazu gründet eine Vertrauensperson ein deckungsgleiches Gewerbe und stellt den Unternehmer als Arbeitnehmer ein. Beantragt der Unternehmer als angestellter Arbeitnehmer das Insolvenzverfahren, ist er vor bösen Überraschungen weitgehend geschützt.

Als angestellter Arbeitnehmer bei der Auffanggesellschaft haben Sie in der Insolvenz die Pflicht, eine angemessese Erwerbstätigkeit auszuüben und Sie dürfen die Auffanggesellschaft nicht missbrauchen, eine spätere Insolvenzmasse dem Zugriff des Insolvenzverwalters zu entziehen. Aber das wollen Sie auch gar nicht.









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